Wie startet man einen ARK Survival Ascended-Server?
Par Benjamin D. · PDG
· Mis à jour le 24. August 2026 · Lecture 8 min
Inhaltsverzeichnis
Einen ARK Server zu starten ist 2026 kein Hexenwerk mehr – wenn man weiß, welche Version man fährt (Survival Evolved oder Survival Ascended), wie viel RAM die Karte frisst und wo die Startparameter hingehören. Dieses Tutorial führt dich vom leeren Server bis zum laufenden Cluster mit Mods, Backups und sauberer Admin-Konfiguration.
ARK Server: Grundlagen, Versionen und Hardware-Bedarf
Bevor du überhaupt eine Konsole öffnest, musst du zwei Entscheidungen treffen: welche Spielversion und wo der Server läuft. Beide Punkte bestimmen den kompletten Rest der Einrichtung.
ARK: Survival Evolved vs. ARK: Survival Ascended
Die beiden Titel sind technisch völlig getrennte Serveranwendungen. Man kann sie nicht mischen, Speicherstände sind nicht kompatibel, und die Mod-Ökosysteme unterscheiden sich grundlegend.
| Kriterium | ARK: Survival Evolved (ASE) | ARK: Survival Ascended (ASA) |
|---|---|---|
| Engine | Unreal Engine 4 | Unreal Engine 5 |
| RAM (10 Slots, Vanilla) | ca. 6–8 GB | ca. 12–16 GB |
| Mods | Steam Workshop / Mod-IDs | CurseForge (ArkMods) |
| Crossplay | Eingeschränkt | PC / Xbox / PlayStation |
| CPU-Anspruch | Hoch (Single-Thread) | Sehr hoch (Single-Thread) |
Merke dir vor allem eines: ARK ist extrem single-thread-lastig. Die Tick-Rate hängt fast ausschließlich an der Taktfrequenz eines einzelnen Kerns. Ein Prozessor mit hoher Frequenz – etwa ein Ryzen der aktuellen Generation – bringt spürbar mehr als 16 langsame Kerne. Genau deshalb setzen wir bei Fly-Serv auf hochgetaktete Ryzen-CPUs und NVMe-SSDs: Ladezeiten der Map und das Speichern des .ark-Savegames sind massiv I/O-abhängig.
Realistische Ressourcenplanung
- RAM: ASA startet praktisch nie unter 10 GB. Mit Mods und einer großen Map (Fjordur, Ragnarok, Astraeos) plane 16–20 GB ein.
- Speicherplatz: ASE ca. 25 GB, ASA ca. 60–80 GB inklusive Mods und Backups.
- Savegame-Wachstum: Nach einigen Monaten kann eine gut besiedelte Karte 300–800 MB Savegame erreichen. Auf klassischer HDD-Speicherung führt das zu sichtbaren Lag-Spikes beim Autosave – auf NVMe kaum spürbar.
- Bandbreite: rund 8–15 Mbit/s Upload pro 20 aktive Spieler, abhängig von der Anzahl gezähmter Dinos.
Eigener Rechner, VPS oder Game-Hosting?
Drei Wege führen zum Ziel:
- Heim-PC: gratis, aber Portfreigaben, keine DDoS-Filterung, und die CPU teilt sich zwischen Spiel und Server. Nur für private Runden mit 2–4 Leuten sinnvoll.
- VPS: volle Kontrolle, Root-Zugriff, mehrere Instanzen möglich. Erfordert Linux-Kenntnisse. Ein VPS Linux oder ein VPS Pterodactyl ist die richtige Wahl, wenn du Cluster mit vier oder fünf Karten selbst orchestrieren willst.
- Managed Game-Hosting: Sofort-Installation, Panel, Anti-DDoS und automatische Backups inklusive. Für die meisten Communities der pragmatischste Weg – siehe Serveur ARK im Angebot.
ARK Server starten über das Pterodactyl-Panel
Der schnellste Weg zu einem laufenden ARK Server führt über ein Panel. Bei Fly-Serv ist das Pterodactyl, was bedeutet: Live-Konsole, Dateimanager, Startparameter als Variablen und Sub-User-Verwaltung ohne SSH.
Schritt 1 – Instanz anlegen und Version wählen
Nach der Bestellung wird der Server automatisch installiert. Beim ersten Start lädt SteamCMD die Serverdateien herunter – bei ASA können das je nach Auslastung 10 bis 25 Minuten sein. Lass die Konsole offen und warte, bis die Zeile erscheint:
Server has completed startup and is now advertising for join.
Full Startup: 118.42 seconds
Erst ab diesem Moment ist der Server in der Ingame-Serverliste sichtbar.
Schritt 2 – Startparameter setzen
Im Reiter Startup definierst du die Kernvariablen. Die typische Kommandozeile eines ARK-Servers sieht so aus:
ShooterGameServer TheIsland_WP?listen
?SessionName=Fly-Serv-DE-PVE
?ServerPassword=
?ServerAdminPassword=EinLangesAdminPasswort
?Port=7777
?QueryPort=27015
?RCONEnabled=True
?RCONPort=27020
?MaxPlayers=30
-servergamelog -NoBattlEye -crossplay
Wichtige Hinweise aus der Praxis:
- Alles vor dem ersten Leerzeichen gehört zur
?-Kette. Ein Leerzeichen mittendrin bricht die gesamte Konfiguration – ein Klassiker bei Supporttickets. -servergamelogaktiviert lesbare Chat- und Ereignis-Logs in der Konsole. Für Moderation unverzichtbar.- Der Query-Port muss sich vom Game-Port unterscheiden. Bei ASA wird der Query-Port teilweise ignoriert, ASE braucht ihn zwingend.
- Map-Namen bei ASA enden auf
_WP:TheIsland_WP,ScorchedEarth_WP,TheCenter_WP,Aberration_WP,Extinction_WP,Ragnarok_WP,Astraeos_WP.
Schritt 3 – GameUserSettings.ini anpassen
Stoppe den Server, bevor du Konfigurationsdateien editierst – sonst überschreibt die Anwendung deine Änderungen beim Beenden. Die Datei liegt unter:
/ShooterGame/Saved/Config/WindowsServer/GameUserSettings.ini
Ein solider Ausgangspunkt für einen PvE-Server mit moderatem Boost:
[ServerSettings]
ServerPassword=
ServerAdminPassword=EinLangesAdminPasswort
XPMultiplier=2.0
TamingSpeedMultiplier=5.0
HarvestAmountMultiplier=3.0
DinoCountMultiplier=1.0
DifficultyOffset=1.0
OverrideOfficialDifficulty=5.0
ServerPVE=True
AllowThirdPersonPlayer=True
ShowMapPlayerLocation=True
ServerCrosshair=True
AllowFlyerCarryPvE=True
StructurePickupTimeAfterPlacement=300
AutoSavePeriodMinutes=15
KickIdlePlayersPeriod=3600
RCONEnabled=True
RCONPort=27020
[SessionSettings]
SessionName=Fly-Serv-DE-PVE
[/Script/Engine.GameSession]
MaxPlayers=30
Der Parameter OverrideOfficialDifficulty=5.0 hebt das maximale wilde Dino-Level auf 150 an – das erwarten die meisten Spieler. Ohne diese Zeile bleibt der Server bei Level 30 Dinos, und du bekommst innerhalb einer Stunde die ersten Beschwerden.
Schritt 4 – Game.ini für Fortgeschrittene
Feinere Regelungen wie Züchtungsraten oder Levelpunkte gehören in Game.ini im selben Verzeichnis:
[/Script/ShooterGame.ShooterGameMode]
MatingIntervalMultiplier=0.3
EggHatchSpeedMultiplier=12.0
BabyMatureSpeedMultiplier=20.0
BabyCuddleIntervalMultiplier=0.1
BabyImprintAmountMultiplier=2.0
PlayerHarvestingDamageMultiplier=2.0
CropGrowthSpeedMultiplier=3.0
bDisableStructurePlacementCollision=True
PerLevelStatsMultiplier_Player[9]=2.0
PerLevelStatsMultiplier_Player[8]=1.5
Der Index [9] steht für Gewicht, [8] für Nahkampfschaden. Die vollständige Referenz der Stat-Indizes findest du im offiziellen ARK Wiki zur Serverkonfiguration.
Schritt 5 – Mods installieren
Bei ASE trägst du Steam-Workshop-IDs kommagetrennt ein:
[ServerSettings]
ActiveMods=731604991,1404697612,895711211
Bei ASA läuft es über CurseForge und den Startparameter:
-mods=930736,928532,899994
Praxisregeln für Mods:
- Immer ein Mod nach dem anderen hinzufügen und den Start beobachten. Bei fünf gleichzeitig weißt du bei einem Crash nicht, welcher schuld ist.
- Struktur-Mods (S+, Super Structures) am Ende der Liste, Map-Mods immer als erstes.
- Nach jedem Mod-Update ein Backup ziehen, bevor der Server neu startet. Entfernte Mods bedeuten verschwundene Bauwerke.
- Jeder größere Mod kostet 1–3 GB RAM zusätzlich.
ARK Server auf einem eigenen VPS aufsetzen
Wer volle Kontrolle will – etwa für einen Cluster aus fünf Karten mit gemeinsamem Transfer – installiert den ARK Server selbst auf einem VPS. Hier die kompakte Linux-Anleitung.
System vorbereiten
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
sudo dpkg --add-architecture i386
sudo apt install -y lib32gcc-s1 lib32stdc++6 curl wget unzip screen
sudo useradd -m -s /bin/bash arkserver
sudo su - arkserver
mkdir -p ~/steamcmd && cd ~/steamcmd
curl -sqL "https://steamcdn-a.akamaihd.net/client/installer/steamcmd_linux.tar.gz" | tar zxvf -
Serverdateien herunterladen
./steamcmd.sh +force_install_dir /home/arkserver/ark \
+login anonymous \
+app_update 376030 validate \
+quit
AppID 376030 ist ARK: Survival Evolved (Linux Dedicated). ASA hat aktuell keinen nativen Linux-Build – dort führt der Weg über Proton oder einen VPS Windows.
Systemd-Service für sauberen Autostart
sudo nano /etc/systemd/system/ark.service
[Unit]
Description=ARK Survival Evolved Dedicated Server
After=network.target
[Service]
Type=simple
User=arkserver
WorkingDirectory=/home/arkserver/ark/ShooterGame/Binaries/Linux
ExecStart=/home/arkserver/ark/ShooterGame/Binaries/Linux/ShooterGameServer \
TheIsland?listen?SessionName=MeinArkServer?ServerAdminPassword=GeheimesPasswort?Port=7777?QueryPort=27015?RCONEnabled=True?RCONPort=27020?MaxPlayers=30 \
-server -log -servergamelog
Restart=on-failure
RestartSec=20
LimitNOFILE=100000
[Install]
WantedBy=multi-user.target
sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now ark
sudo systemctl status ark
journalctl -u ark -f
Firewall und Ports
sudo ufw allow 7777/udp
sudo ufw allow 7778/udp
sudo ufw allow 27015/udp
sudo ufw allow 27020/tcp
sudo ufw allow 22/tcp
sudo ufw enable
Port 7778 wird intern von der Engine mitbenutzt und darf nicht vergessen werden. Für jeden weiteren Cluster-Server verschiebst du den Block um jeweils zwei Ports: 7779/7780, 27017 usw.
VPS absichern
Ein öffentlich erreichbarer Server ist ein Ziel. Standardpraxis:
# SSH-Key statt Passwort
ssh-keygen -t ed25519 -C "admin@arkserver"
ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_ed25519.pub root@DEINE-IP
# Passwort-Login deaktivieren
sudo sed -i 's/^#\?PasswordAuthentication.*/PasswordAuthentication no/' /etc/ssh/sshd_config
sudo systemctl restart ssh
# Brute-Force-Schutz
sudo apt install -y fail2ban
sudo systemctl enable --now fail2ban
Dazu ein starkes RCON-Passwort (mindestens 20 Zeichen, kein Wiederverwenden des Admin-Passworts) und regelmäßige Updates. Die volumetrische DDoS-Filterung läuft bei Fly-Serv bereits auf Infrastrukturebene – auf allen Game-Servern und VPS standardmäßig aktiv.
Backups automatisieren
#!/bin/bash
SRC="/home/arkserver/ark/ShooterGame/Saved/SavedArks"
DST="/home/arkserver/backups"
STAMP=$(date +%Y-%m-%d_%H-%M)
mkdir -p "$DST"
tar -czf "$DST/ark_$STAMP.tar.gz" "$SRC"
find "$DST" -name "ark_*.tar.gz" -mtime +7 -delete
chmod +x /home/arkserver/backup.sh
crontab -e
# alle 2 Stunden
0 */2 * * * /home/arkserver/backup.sh
Auf einem Managed-Server bei Fly-Serv laufen automatische Sicherungen bereits im Hintergrund – du kannst sie im Panel jederzeit manuell auslösen und wiederherstellen. Details zu weiteren Spielen findest du unter Tous nos serveurs de jeu.
Betrieb, Performance und Fehlerbehebung
Server erscheint nicht in der Liste
Der häufigste Fall. Checkliste:
- Steht in der Konsole wirklich "advertising for join"? Wenn nicht, ist der Startvorgang nicht abgeschlossen.
- Query-Port UDP offen und nicht doppelt belegt?
- Der Ingame-Browser filtert massiv. Nutze im Spiel Favoriten hinzufügen über die Steam-Serverliste mit
IP:QueryPort. - Direktverbindung über die Konsole (Tab-Taste im Hauptmenü):
open 51.83.xxx.xxx:7777
Lag, Rubberbanding und Tick-Drops
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Sekündliche Freezes alle 15 Min | Autosave auf langsamem Storage | NVMe-Storage, AutoSavePeriodMinutes auf 20–30 |
| Rubberbanding bei vielen Spielern | CPU-Single-Thread am Limit | Höher getaktete CPU, Slots reduzieren, Struktur-Limits setzen |
| RAM voll nach 2 Tagen | Memory Leak / zu viele Mods | Täglicher geplanter Neustart um 05:00 |
| Dino-Despawns | DinoCountMultiplier zu hoch bei RAM-Mangel | Wert auf 1.0 senken, RAM erhöhen |
Ein täglicher automatischer Neustart ist bei ARK keine Notlösung, sondern gute Praxis. Im Panel legst du dafür einen geplanten Task an; auf dem VPS reicht ein Cronjob mit vorheriger RCON-Ankündigung.
Nützliche RCON- und Admin-Befehle
enablecheats EinLangesAdminPasswort
saveworld
broadcast Neustart in 5 Minuten - bitte ausloggen
doexit
destroywilddinos
listplayers
kickplayer <SteamID>
banplayer <SteamID>
settimeofday 08:00
destroywilddinos nach Mod-Änderungen ausführen, damit neue Kreaturen spawnen. Vorher immer saveworld.
Cluster einrichten
Für Transfers zwischen Karten brauchen alle Instanzen dieselbe Cluster-ID und ein gemeinsames Verzeichnis:
-clusterid=flyserv-cluster-01
-ClusterDirOverride=/home/arkserver/cluster
-NoTransferFromFiltering
Wichtig: Das Cluster-Verzeichnis muss von allen Servern beschreibbar sein. Auf einem einzelnen VPS trivial, bei getrennten Maschinen brauchst du ein gemeinsam gemountetes Volume.
Whitelist und Moderation
Für private oder Whitelist-Server legst du eine Datei AllowedCheaterSteamIDs.txt beziehungsweise PlayersExclusiveJoinList.txt im Binaries-Verzeichnis an – eine SteamID pro Zeile – und startest mit -exclusivejoin. Kombiniert mit einem Serverpasswort und starken Admin-Credentials hältst du ungebetene Gäste zuverlässig draußen. Weitere Tutorials zu Serveradministration findest du im Blog Fly-Serv.
Fazit
Ein stabiler ARK Server steht und fällt mit drei Dingen: hoher CPU-Taktfrequenz, ausreichend RAM für Map plus Mods, und schnellem NVMe-Speicher für die Savegames. Der Rest ist Konfigurationsarbeit – Startparameter sauber setzen, Mods einzeln testen, Backups automatisieren und täglich neu starten. Wer das beherzigt, betreibt eine Community-Insel, die auch nach Monaten flüssig läuft.
FAQ
Wie viel RAM braucht ein ARK Server für 20 Spieler mit Mods?Für ARK: Survival Evolved mit 20 Slots und einigen Mods solltest du mindestens 12 GB einplanen. Bei ARK: Survival Ascended sind es eher 16–20 GB, da die Unreal-Engine-5-Karten deutlich mehr Speicher belegen. Jeder größere Mod schlägt zusätzlich mit 1–3 GB zu Buche. Zu wenig RAM zeigt sich durch Dino-Despawns und Abstürze beim Speichern.
Warum wird mein ARK Server nicht in der Serverliste angezeigt?Meist ist der Query-Port (Standard 27015 UDP) blockiert oder der Startvorgang noch nicht abgeschlossen. Prüfe in der Konsole, ob die Meldung "advertising for join" erschienen ist, und öffne die Ports 7777, 7778 und 27015 als UDP. Als Sofortlösung verbindest du dich per Konsolenbefehl open IP:7777 oder fügst den Server über die Steam-Serverliste als Favorit hinzu.
Nein. Beide Versionen nutzen unterschiedliche Engines, inkompatible Savegame-Formate und getrennte Mod-Plattformen. Ein Cluster funktioniert nur zwischen Servern derselben Version mit identischer clusterid und einem gemeinsamen, beschreibbaren Cluster-Verzeichnis. Wenn du beide Titel anbieten willst, brauchst du zwei getrennte Instanzen mit eigenen Ports.