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Palworld-Server mieten oder selbst hosten – was ist besser?

Par Benjamin D. · PDG

· Mis à jour le 26. August 2026 · Lecture 8 min

Inhaltsverzeichnis

Wer 2026 einen Palworld Server aufsetzen will, steht vor mehr Optionen als noch beim Release-Hype: Vanilla-Koop für vier Freunde, dedizierte 32-Slot-Welten mit angepassten Raten oder modifizierte Setups über einen eigenen VPS. Dieser Vergleich zeigt, welche Hosting-Variante zu welchem Spielstil passt, welche Hardware wirklich zählt und wie du die Konfiguration sauber in den Griff bekommst.



Welcher Palworld Server passt zu deinem Projekt?

Palworld ist kein besonders schlanker Dedicated Server. Die Simulation von Pals, Basen, Förderbändern und Zuchtstationen läuft weitgehend auf einem Hauptthread, der von der CPU-Single-Core-Leistung abhängt. Der RAM-Bedarf steigt zusätzlich mit der Anzahl der Spieler und – vor allem – mit der Anzahl der gebauten Basen. Ein Server, der in Woche 1 mit 8 GB flüssig läuft, kann in Woche 6 bei 20 aktiven Spielern und Dutzenden Basen bereits deutlich mehr Speicher benötigen.

Die drei realistischen Hosting-Wege

Variante Für wen Vorteile Grenzen
Ingame-Hosting (Peer-to-Peer, aus dem Spiel gestartet) 2–4 Freunde, gelegentliche Sessions Kein Setup, kostenlos Welt läuft nur, wenn der Host online ist; Latenz für alle anderen; keine Backups; kein RCON
Gemanagter Palworld Server (Panel-Hosting) Freundesgruppen bis große Communities Sofortige Installation, Anti-DDoS, automatische Backups, Live-Konsole, Dateimanager Root-Zugriff auf das Betriebssystem entfällt
Eigener VPS mit SteamCMD oder Pterodactyl Admins mit Linux-Kenntnissen, Multi-Game-Setups Volle Kontrolle, mehrere Instanzen, eigene Skripte und Cronjobs Wartung, Updates und Absicherung liegen bei dir

Die Ingame-Variante ist für einen ersten Abend in Ordnung, wird aber schnell zum Problem: der Weltstand hängt an einem einzigen PC, Fortschritt ist an dessen Verfügbarkeit gekoppelt, und Pal-Zucht oder Basisproduktion laufen offline nicht weiter. Wer eine dauerhafte Welt will, kommt an einem dedizierten Palworld Server nicht vorbei – entweder gemanagt über ein Panel oder selbst gehostet.

Slots richtig kalkulieren

Palworld erlaubt offiziell bis zu 32 Spieler pro dedizierter Welt. Praktisch gilt: nicht die Slotzahl belastet den Server, sondern was die Spieler bauen. Ein 10-Slot-Server mit drei ausgebauten Mega-Basen frisst mehr Ressourcen als ein 24-Slot-Server, auf dem alle in einem gemeinsamen Guild-Camp wohnen.

  • 2–8 Spieler: 4 vCores hoher Taktung, 8–12 GB RAM
  • 8–16 Spieler: 4–6 vCores, 16 GB RAM, NVMe-Speicher wegen der Save-Größe
  • 16–32 Spieler: 6+ vCores, 24–32 GB RAM, regelmäßige Save-Bereinigung inaktiver Basen


Hardware und Netzwerk: worauf es beim Palworld Hosting 2026 ankommt

CPU-Takt vor Kernanzahl

Weil die Welt-Simulation stark an einem Thread hängt, bringt ein Prozessor mit hoher Frequenz spürbar mehr als einer mit vielen langsamen Kernen. Genau deshalb setzt Fly-Serv auf hochfrequente Ryzen-CPUs: Pal-KI, Basisproduktion und Kollisionsberechnungen profitieren direkt davon. Wenn dein Server abends bei vollem Haus „gummibandartig“ reagiert – Pals teleportieren, Ressourcen zählen verzögert – ist das fast immer ein CPU-Tick-Problem, kein Bandbreitenthema.

NVMe statt klassischer Datenträger

Palworld schreibt die Welt regelmäßig auf die Platte (Autosave-Intervall standardmäßig alle 30 Minuten, konfigurierbar). Bei großen Welten mit vielen Basen wird jeder Save zu einem merkbaren I/O-Ereignis: auf langsamem Storage sieht man dann kurze Freezes für alle Spieler. Auf SSD NVMe verschwindet dieser Effekt praktisch. Gleiches gilt für Backups und Serverstarts – ein Neustart nach einem Patch dauert Sekunden statt Minuten.

Latenz und Anti-DDoS

Palworld nutzt UDP über Port 8211. UDP-Verkehr ist anfällig für Flood-Angriffe, und gerade PvP-Server mit offener IP werden erfahrungsgemäß Ziel von Angriffen aus der eigenen Community. Volumetrischer Anti-DDoS-Schutz ist bei Fly-Serv standardmäßig auf allen Game-Servern und VPS aktiv, du musst dafür nichts konfigurieren. Für die Standortwahl gilt die einfache Regel: nimm die Region, in der die Mehrheit deiner Spieler wohnt, denn Palworld verzeiht 100 ms Ping deutlich weniger als ein rundenbasiertes Spiel.

Praxistipp: Teste vor dem Kauf den Ping zur Server-Region mit einem einfachen ping oder mtr. Ein stabiler Verlauf ohne Paketverlust ist wichtiger als ein einzelner niedriger Bestwert.


Konfiguration: PalWorldSettings.ini, RCON und Backups

Ein gemanagter Palworld Server über ein Pterodactyl-Panel liefert dir Live-Konsole, Dateimanager, Neustart-Steuerung, Unterbenutzer für dein Admin-Team und automatische Sicherungen. Der Kern der Feinabstimmung bleibt aber immer dieselbe Datei:

Pal/Saved/Config/LinuxServer/PalWorldSettings.ini

Die Einstellungen, die den Spielspaß wirklich verändern

[/Script/Pal.PalGameWorldSettings]
OptionSettings=(
Difficulty=None,
DayTimeSpeedRate=1.000000,
NightTimeSpeedRate=1.500000,
ExpRate=1.500000,
PalCaptureRate=1.200000,
PalSpawnNumRate=1.000000,
PalDamageRateAttack=1.000000,
PalDamageRateDefense=1.000000,
PlayerDamageRateAttack=1.000000,
PlayerStomachDecreaceRate=0.700000,
CollectionDropRate=1.500000,
EnablePlayerToPlayerDamage=False,
EnableFriendlyFire=False,
EnableInvaderEnemy=True,
DeathPenalty=Item,
bEnableDefenseOtherGuildPlayer=False,
GuildPlayerMaxNum=16,
BaseCampMaxNumInGuild=4,
PalEggDefaultHatchingTime=24.000000,
AutoSaveSpan=180.000000,
ServerPlayerMaxNum=16,
ServerName="Fly-Serv Palworld",
ServerDescription="PvE Community Server",
AdminPassword="ein-langes-zufaelliges-passwort",
ServerPassword="",
PublicPort=8211,
RCONEnabled=True,
RCONPort=25575,
bIsUseBackupSaveData=True
)

Wichtige Hinweise aus der Praxis:

  • Alles bleibt in einer Zeile: OptionSettings=(...) darf im echten File nicht umgebrochen werden, sonst ignoriert der Server die Werte und fällt auf Standard zurück.
  • Server immer stoppen, bevor du die Datei editierst. Wird sie während der Laufzeit geändert, überschreibt der Prozess sie beim Beenden.
  • AutoSaveSpan in Sekunden. 180 statt 1800 reduziert Fortschrittsverlust bei einem Crash, erzeugt aber mehr I/O – auf NVMe unproblematisch.
  • PalEggDefaultHatchingTime=0 ist beliebt auf Zucht-Servern, macht aber Brutzyklen trivial. 2 bis 8 Stunden ist ein guter Kompromiss.
  • BaseCampMaxNumInGuild ist dein wichtigster Performance-Hebel. Jede Basis wird simuliert; drei statt vier Camps pro Gilde entlasten die CPU messbar.

RCON für die tägliche Administration

Mit aktiviertem RCON kannst du Ankündigungen, Kicks, Bans und einen sauberen Shutdown mit Vorwarnung ausführen – ideal für geplante Neustarts:

# Spieler informieren und in 60 Sekunden herunterfahren
Shutdown 60 "Neustart_fuer_Update_in_60s"

# Spielerliste abrufen
ShowPlayers

# Welt sofort speichern
Save

# Spieler kicken / bannen (SteamID)
KickPlayer 7656119XXXXXXXXXX
BanPlayer 7656119XXXXXXXXXX

# Broadcast (keine Leerzeichen, Unterstriche verwenden)
Broadcast Wipe_der_inaktiven_Basen_am_Sonntag

Setze für AdminPassword ein langes Zufallspasswort und teile es nicht im öffentlichen Discord. RCON auf Port 25575 sollte nur von deiner eigenen IP erreichbar sein – im Panel-Hosting ist das ohnehin gekapselt, auf einem eigenen VPS regelst du das über die Firewall.

Backups: die einzige Versicherung gegen Save-Korruption

Palworld-Saves können durch harte Abstürze beschädigt werden, und Basen-Wipes durch Fehlbedienung sind ebenfalls Alltag. Automatische Sicherungen sind daher keine Option, sondern Pflicht. Bewahre zusätzlich manuell einen Snapshot vor jedem größeren Spiel-Update auf. Der relevante Pfad:

Pal/Saved/SaveGames/0/<WeltID>/

Rollback-Strategie: Server stoppen, Ordner der Welt-ID sichern, Backup entpacken, Server starten. Nie im laufenden Betrieb austauschen. Details zu offiziellen Serverparametern findest du in der offiziellen Palworld-Server-Dokumentation.



Selbst hosten auf einem VPS: SteamCMD, systemd und Absicherung

Wer mehrere Welten, Mods oder zusätzliche Dienste wie einen Discord-Bot betreiben will, fährt mit einem eigenen Server besser. Ein VPS Linux gibt dir Root-Zugriff; wer die Panel-Komfortschicht behalten möchte, nimmt einen VPS Pterodactyl und legt dort mehrere Game-Instanzen an – praktisch, wenn du neben Palworld auch Serveur Valheim oder andere Titel aus Tous nos serveurs de jeu fahren willst.

Installation mit SteamCMD

sudo apt update && sudo apt upgrade -y
sudo dpkg --add-architecture i386 && sudo apt update
sudo apt install -y steamcmd lib32gcc-s1 xdg-user-dirs

sudo adduser --disabled-password --gecos "" palworld
sudo su - palworld

steamcmd +force_install_dir /home/palworld/server \
  +login anonymous +app_update 2394010 validate +quit

Als systemd-Service betreiben

[Unit]
Description=Palworld Dedicated Server
After=network-online.target

[Service]
Type=simple
User=palworld
WorkingDirectory=/home/palworld/server
ExecStartPre=/usr/games/steamcmd +force_install_dir /home/palworld/server +login anonymous +app_update 2394010 validate +quit
ExecStart=/home/palworld/server/PalServer.sh -port=8211 -useperfthreads -NoAsyncLoadingThread -UseMultithreadForDS
Restart=on-failure
RestartSec=15

[Install]
WantedBy=multi-user.target
sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now palworld
sudo systemctl status palworld
journalctl -u palworld -f

Die Flags -useperfthreads -NoAsyncLoadingThread -UseMultithreadForDS verteilen Teile der Last besser und sind auf dedizierten Linux-Servern Standard.

Ports und Firewall

sudo ufw allow 22/tcp
sudo ufw allow 8211/udp
sudo ufw allow 27015/udp
sudo ufw allow from DEINE.IP.HIER to any port 25575 proto tcp
sudo ufw enable
sudo ufw status numbered

Grundabsicherung des VPS

  • SSH-Keys statt Passwort: ssh-keygen -t ed25519 -C "admin@palworld", danach PasswordAuthentication no in /etc/ssh/sshd_config.
  • fail2ban gegen Brute-Force auf SSH: sudo apt install fail2ban && sudo systemctl enable --now fail2ban.
  • Updates regelmäßig einspielen; Palworld-Patches erfordern ohnehin ein app_update.
  • Kein Root für den Gameserver – immer ein eigener Systembenutzer.
  • Backups außerhalb des Servers ablegen, z. B. per rsync auf einen zweiten Speicherort.

Volumetrischen DDoS-Schutz musst du dabei nicht selbst bauen: der greift bei Fly-Serv auf Infrastrukturebene. Deine Aufgabe bleibt die Anwendungssicherheit – starke Passwörter, RCON-Zugriff begrenzen, Admin-Rechte sparsam verteilen.

Cron für nächtliche Sicherung

# crontab -e (als Benutzer palworld)
0 5 * * * tar -czf /home/palworld/backups/pal-$(date +\%F).tar.gz \
  /home/palworld/server/Pal/Saved/SaveGames
0 6 * * 0 find /home/palworld/backups -name "pal-*.tar.gz" -mtime +14 -delete


Entscheidungshilfe: gemanagter Server oder VPS?

Kriterium Gemanagter Palworld Server Eigener VPS
Einrichtungszeit Sofortige Installation, spielbereit in Minuten 30–90 Minuten für Setup und Absicherung
Nötiges Know-how Panel bedienen, INI editieren Linux, systemd, Firewall, Monitoring
Updates Über das Panel per Neustart SteamCMD-Skript oder manuell
Backups Automatisch inklusive Selbst per Cron einrichten
Mehrere Spiele parallel Je Spiel eine Instanz Mehrere Instanzen auf einer Maschine
Anti-DDoS Standardmäßig aktiv Standardmäßig aktiv

Für 90 % der Communities ist die gemanagte Variante die richtige Wahl: du willst spielen und moderieren, nicht Pakete patchen. Wer dagegen ein Netzwerk mehrerer Server betreibt, Mods testet oder eigene Tools laufen lässt, gewinnt mit einem VPS deutlich an Flexibilität. Wenn du dir unsicher bist, starte gemanagt über Serveur Palworld und migriere später – die Save-Ordner lassen sich 1:1 übernehmen. Weitere Konfigurations-Guides sammeln wir im Blog Fly-Serv.

Checkliste vor dem Launch

  1. Slotzahl und Basen-Limit realistisch festlegen
  2. Raten (EXP, Capture, Drops) einmal sauber definieren – nachträgliche Änderungen frustrieren Spieler
  3. AdminPassword und RCON gesichert, Zugriff nur für dein Team
  4. Autosave auf 3–5 Minuten, automatische Backups aktiv
  5. Geplanter Nacht-Neustart, um Speicherfragmentierung zu vermeiden
  6. Regeln für inaktive Basen kommunizieren, damit die Welt schlank bleibt


Fazit

Die Wahl steht 2026 weniger zwischen Anbietern als zwischen Betriebsmodellen: schneller Panel-Server für Community-Betrieb oder VPS für maximale Kontrolle. Entscheidend bleiben hohe CPU-Frequenz, NVMe-Speicher, kurze Latenz zur Spielerbasis und ein Backup-Konzept, das du wirklich getestet hast. Wer Basen-Limits und Autosave sinnvoll setzt, hält seine Welt auch nach Monaten flüssig.



FAQ

Wie viel RAM braucht ein Palworld Server für 16 Spieler?

Plane mindestens 16 GB ein. Der Verbrauch wächst weniger mit den Slots als mit der Anzahl der Basen und der Save-Größe. Begrenze BaseCampMaxNumInGuild auf 3–4 und plane einen nächtlichen Neustart, damit der Speicherverbrauch nicht über Wochen ansteigt.

Warum werden Änderungen in PalWorldSettings.ini nicht übernommen?

Meist aus zwei Gründen: der Server lief beim Editieren und hat die Datei beim Beenden überschrieben, oder der Block OptionSettings=(...) wurde auf mehrere Zeilen umgebrochen. Server stoppen, Datei in einer einzigen Zeile speichern, danach starten – und prüfen, dass du die Datei unter Saved/Config/LinuxServer/ bearbeitest.

Kann ich einen bestehenden Ingame-Koop-Spielstand auf einen dedizierten Server übertragen?

Der Weltstand lässt sich übertragen, indem du den Save-Ordner in Pal/Saved/SaveGames/0/ ablegst und die Welt-ID in der Level-Konfiguration anpasst. Charakterfortschritt kann dabei verloren gehen, da Ingame-Sessions und Dedicated Server Spieler unterschiedlich zuordnen. Lege vorher immer eine Kopie des Originals an.