PalWorldSettings.ini richtig konfigurieren nach der Installation
Par Benjamin D. · PDG
· Mis à jour le 27. August 2026 · Lecture 7 min
Inhaltsverzeichnis
Die PalWorldSettings.ini ist die zentrale Konfigurationsdatei jeder dedizierten Palworld-Instanz und entscheidet über Schwierigkeit, Fangrate, EXP-Multiplikator und Spielerlimit. Direkt nach der Installation liegt sie meist leer oder unvollständig vor, sodass die Standardwerte greifen. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, welche Parameter wirklich zählen, wie du sie sauber setzt und ohne Datenverlust übernimmst.
Wo die PalWorldSettings.ini liegt und wie sie geladen wird
Palworld arbeitet mit zwei Dateien. Die Referenzdatei DefaultPalWorldSettings.ini liegt im Stammverzeichnis der Serverinstallation und enthält sämtliche Schlüssel mit ihren Standardwerten. Sie dient ausschließlich als Vorlage und wird bei jedem Update überschrieben. Die aktive Datei ist die PalWorldSettings.ini im Konfigurationsordner:
- Linux:
Pal/Saved/Config/LinuxServer/PalWorldSettings.ini - Windows:
Pal\Saved\Config\WindowsServer\PalWorldSettings.ini
Wer über ein Pterodactyl-Panel arbeitet, findet den Pfad im Dateimanager unter demselben Verzeichnisbaum. Ein häufiger Fehler: Die Datei wird im falschen Ordner bearbeitet, weil die Instanz unter Linux läuft, aber der Ordner WindowsServer aus einer alten Installation noch existiert. Prüfe immer, welcher Ordner beim Start neu geschrieben wird – das ist der aktive.
Aufbau der Datei
Die Struktur ist ungewöhnlich: Es gibt genau einen Abschnitt und eine einzige, sehr lange Zeile mit allen Optionen in Klammern.
[/Script/Pal.PalGameWorldSettings]
OptionSettings=(Difficulty=None,DayTimeSpeedRate=1.000000,NightTimeSpeedRate=1.000000,ExpRate=1.000000,PalCaptureRate=1.000000,PalSpawnNumRate=1.000000,ServerPlayerMaxNum=32,ServerName="Meine Welt",AdminPassword="")
Zwei Regeln, an denen die meisten Konfigurationen scheitern: Die Zeile darf niemals durch einen Zeilenumbruch getrennt werden, und Dezimalzahlen verwenden einen Punkt, keinen Kommawert. Ein ExpRate=2,0 zerstört das Parsing der gesamten Zeile – der Prozess startet dann mit den Standardwerten, ohne eine Fehlermeldung im Log zu hinterlassen.
Datei vor der Bearbeitung sichern
Stoppe die Instanz, bevor du editierst. Ein laufender Prozess schreibt die Datei beim Herunterfahren zurück und überschreibt deine Änderungen. Per SSH auf einer Linux-Maschine:
cd ~/PalServer/Pal/Saved/Config/LinuxServer
cp PalWorldSettings.ini PalWorldSettings.ini.bak
nano PalWorldSettings.ini
Im Panel genügt der Rechtsklick auf die Datei und „Copy“, bevor du den Editor öffnest. Automatische Backups laufen bei Fly-Serv im Hintergrund, ein manueller Snapshot vor größeren Balancing-Änderungen kostet trotzdem nur Sekunden.
Wenn du die Konfiguration lieber direkt im Browser über eine fertige Konsole pflegst, statt jede Datei manuell per SSH zu verwalten, ist ein Palworld Server mieten bei Fly-Serv der pragmatischere Weg: Panelzugriff, Live-Konsole und Anti-DDoS sind bereits eingerichtet.
Schwierigkeit, Fangrate und EXP-Multiplikator in der PalWorldSettings.ini
Hier liegt der eigentliche Hebel für das Spielgefühl deiner Community. Wichtig vorab: Der Schlüssel Difficulty ist ein Voreinstellungsschalter. Steht dort ein Wert wie Casual oder Hard, können einzelne Multiplikatoren überschrieben werden. Für volle Kontrolle setzt du:
Difficulty=None
Anschließend greifen ausschließlich die individuellen Werte, die du selbst definierst.
Fangrate steuern: PalCaptureRate
Die Fangrate multipliziert die Erfolgswahrscheinlichkeit jedes Pal-Spheres. Sie wirkt zusammen mit der Kugelqualität, dem Restleben des Pals und dem Rückenangriff-Bonus.
| Wert | Effekt | Geeignet für |
|---|---|---|
| 0.5 | Deutlich schwerer, legendäre Pals brauchen Vorbereitung | Hardcore-Runden |
| 1.0 | Vanilla-Verhalten | Standardwelten |
| 2.0 | Fangen wird zuverlässig, Farming bleibt relevant | Feierabend-Communitys |
| 5.0 und höher | Fast garantierter Fang, Sphere-Verbrauch sinkt stark | Sammler- und Zuchtserver |
Über PalSpawnNumRate regelst du, wie viele Pals gleichzeitig in der Welt existieren. Werte über 2.0 erhöhen spürbar die CPU-Last pro Tick – auf Ryzen-Kernen mit hoher Taktfrequenz bleibt das lange stabil, aber bei vielen aktiven Spielern lohnt sich ein schrittweises Antasten statt eines Sprungs auf 3.0.
EXP-Multiplikator und Fortschrittstempo
ExpRate beeinflusst die Erfahrungspunkte von Spielern und gefangenen Pals gleichermaßen. Ein Wert zwischen 2.0 und 3.0 hat sich für Gruppen bewährt, die abends zwei bis drei Stunden spielen: Das Tech-Tree-Grinding entfällt, das Basisbau-Endgame bleibt erhalten.
ExpRate=2.500000
PalEggDefaultHatchingTime=2.000000
WorkSpeedRate=1.500000
CollectionDropRate=2.000000
CollectionObjectRespawnSpeedRate=2.000000
EnemyDropItemRate=1.500000
PalEggDefaultHatchingTime steht in Stunden und ist einer der wirksamsten Parameter überhaupt: Der Standardwert von 72 Stunden macht Zuchtprojekte auf Freizeitservern praktisch unmöglich. WorkSpeedRate beschleunigt die Arbeit der Pals in der Basis, CollectionObjectRespawnSpeedRate das Nachwachsen von Bäumen und Erzadern.
Kampfbalance und Todesstrafe
PlayerDamageRateAttack=1.000000
PlayerDamageRateDefense=1.000000
PalDamageRateAttack=1.000000
PalDamageRateDefense=1.000000
DeathPenalty=Item
bEnablePlayerToPlayerDamage=False
bEnableFriendlyFire=False
bEnableInvaderEnemy=True
DeathPenalty kennt vier Werte: None (kein Verlust), Item (Inventar fällt), ItemAndEquipment (zusätzlich Ausrüstung) und All (inklusive Pals im Team). Für gemischte Gruppen mit unterschiedlichem Erfahrungsstand ist Item der Kompromiss, der am seltensten zu Frust führt.
Drei fertige Profile als Ausgangspunkt
| Parameter | Entspannt | Ausgewogen | Fordernd |
|---|---|---|---|
| ExpRate | 4.0 | 2.0 | 1.0 |
| PalCaptureRate | 3.0 | 1.5 | 0.8 |
| WorkSpeedRate | 3.0 | 1.5 | 1.0 |
| PalDamageRateDefense | 0.7 | 1.0 | 1.5 |
| DeathPenalty | None | Item | All |
| PalEggDefaultHatchingTime | 0.5 | 2.0 | 24.0 |
Spielerlimit, Gilden und Netzwerkparameter
Das Slotlimit steuerst du über zwei getrennte Schlüssel, die regelmäßig verwechselt werden.
ServerPlayerMaxNum– maximale Anzahl gleichzeitig verbundener Spieler auf der dedizierten Instanz (Standard 32).CoopPlayerMaxNum– gilt nur für Koop-Sessions aus dem Spiel heraus und hat auf einer dedizierten Instanz keine Wirkung.
Die Slotzahl ist in erster Linie eine RAM- und CPU-Frage. Palworld hält die geladene Welt samt aller Basen im Speicher; jede zusätzliche Gilde mit ausgebauter Basis erhöht den Bedarf. Wer von 8 auf 24 Slots erhöht, sollte den Arbeitsspeicher entsprechend mitwachsen lassen und die Savegame-Größe im Blick behalten.
Gilden und Basen begrenzen
ServerPlayerMaxNum=16
GuildPlayerMaxNum=8
BaseCampMaxNumInGuild=4
BaseCampWorkerMaxNum=15
bAutoResetGuildNoOnlinePlayers=True
AutoResetGuildTimeNoOnlinePlayers=72.000000
MaxBuildingLimitNum=0
DropItemMaxNum=3000
bAutoResetGuildNoOnlinePlayers räumt inaktive Gilden nach der angegebenen Stundenzahl automatisch ab – auf öffentlichen Welten das wirksamste Mittel gegen Bauleichen, die dauerhaft Ressourcen im Tick belegen. MaxBuildingLimitNum=0 bedeutet unbegrenzt; auf stark besuchten Welten ist ein Wert zwischen 2000 und 5000 sinnvoll, um die Simulationslast pro Basis zu deckeln.
Identität, Zugang und Fernwartung
ServerName="Fly-Serv Palworld"
ServerDescription="Deutschsprachige Runde, PvE"
AdminPassword="langes-zufaelliges-passwort"
ServerPassword=""
PublicPort=8211
RCONEnabled=True
RCONPort=25575
RESTAPIEnabled=False
bUseAuth=True
bShowPlayerList=True
bIsUseBackupSaveData=True
Setze AdminPassword immer auf einen langen Zufallswert – dieses Passwort ist gleichzeitig das RCON-Passwort und gibt Vollzugriff auf Kick-, Ban- und Shutdown-Befehle. Aktiviere RCON nur, wenn du es tatsächlich für Automatisierung oder ein Discord-Bot-Tool nutzt, und exponiere den Port nicht öffentlich. bUseAuth=True sollte in produktiven Welten gesetzt bleiben. Der volumetrische DDoS-Schutz läuft bei Fly-Serv bereits auf Infrastrukturebene, um Anwendungssicherheit kümmerst du dich über starke Zugangsdaten und regelmäßige Sicherungen.
Netzwerklast und Latenz
ServerReplicatePawnCutOffDistance=15000.000000
ChatPostLimitPerMinute=10
SupplyDropSpan=180
ServerReplicatePawnCutOffDistance legt fest, ab welcher Entfernung Pals nicht mehr an den Client repliziert werden. Ein niedrigerer Wert reduziert den Bandbreitenbedarf und die Paketmenge pro Tick spürbar, kann bei sehr kleinen Werten aber zu plötzlich auftauchenden Kreaturen führen. Werte zwischen 10000 und 15000 sind ein brauchbarer Bereich für Runden mit vielen aktiven Spielern.
Änderungen übernehmen und typische Fehler in der PalWorldSettings.ini finden
Der Ablauf ist immer identisch und verzeiht keine Abkürzung:
- Spieler über die Konsole oder RCON vorwarnen und Welt speichern.
- Instanz sauber herunterfahren, nicht hart killen.
PalWorldSettings.inisichern und bearbeiten.- Instanz starten und das Startlog prüfen.
- Im Spiel verifizieren, ob die Werte greifen.
Mit aktivem RCON lässt sich Schritt 1 und 2 sauber automatisieren:
Broadcast Neustart_in_60_Sekunden
Save
Shutdown 60 Wartung
Beachte, dass Broadcast keine Leerzeichen akzeptiert – Unterstriche sind der übliche Workaround.
Warum die Werte nicht greifen
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Alle Werte zurück auf Standard | Datei während des Betriebs bearbeitet | Instanz stoppen, erneut editieren |
| Einzelne Werte ignoriert | Syntaxfehler, Komma statt Punkt oder fehlende Klammer | Zeile Zeichen für Zeichen prüfen |
| Schwierigkeit überschreibt Multiplikatoren | Difficulty ist nicht auf None | Difficulty=None setzen |
| Nichts ändert sich | Falscher Ordner (Windows- statt Linux-Pfad) | Aktiven Konfigurationsordner ermitteln |
| Instanz startet nicht mehr | Zeilenumbruch in OptionSettings | Backup zurückspielen |
Was ein Neustart nicht ändert
Einige Werte wirken ausschließlich auf neu generierte Objekte. Erhöhst du PalEggDefaultHatchingTime nach unten, betrifft das bereits abgelegte Eier oft erst nach dem nächsten Zyklus. Auch Basisgrenzen greifen nicht rückwirkend auf bestehende Bauten. Plane größere Balancing-Änderungen deshalb möglichst früh in der Laufzeit einer Welt oder kündige sie mit Vorlauf an.
Die vollständige Parameterliste pflegen die Entwickler in ihrer technischen Dokumentation, die bei jedem Patch aktualisiert wird: Offizielle Palworld-Serverdokumentation. Nach größeren Updates lohnt der Abgleich, weil regelmäßig neue Schlüssel hinzukommen, die in älteren Konfigurationsdateien schlicht fehlen und dann still auf Standard laufen.
Konfiguration versionieren
Auf Welten mit mehreren Administratoren zahlt sich ein simples Namensschema aus:
PalWorldSettings.ini
PalWorldSettings.2024-06-01-exp2.bak
PalWorldSettings.2024-06-14-capture3.bak
So lässt sich jede Balancing-Entscheidung nachvollziehen und in Sekunden zurückrollen. Wer mehrere Welten parallel betreut, findet in Alle unsere Gameserver weitere Titel mit vergleichbarer Dateiverwaltung – die Logik aus Konfigurationsdatei, Stopp, Bearbeitung und Neustart gilt etwa auch für Valheim Server und ARK Survival Ascended Server. Weitere Anleitungen zu Modverwaltung, Backups und Performance sammeln wir laufend im Fly-Serv Blog.
Fazit
Die PalWorldSettings.ini ist schnell verstanden, sobald man ihre eine lange Zeile respektiert: Punkt statt Komma, kein Zeilenumbruch, Instanz vorher stoppen. Mit Difficulty=None, sauber gesetzten Multiplikatoren für Fangrate und Erfahrungspunkte sowie einem realistischen Spielerlimit passt du deine Welt exakt an die Spielzeit deiner Gruppe an. Sicherungen vor jeder Änderung ersparen dir den Rest.
FAQ
Warum werden meine Änderungen an der PalWorldSettings.ini beim Neustart zurückgesetzt?Der Palworld-Prozess schreibt seine aktive Konfiguration beim Herunterfahren zurück in die Datei. Wenn du sie bearbeitest, während die Instanz läuft, überschreibt der Stopp deine Eingaben. Fahre die Instanz zuerst vollständig herunter, warte bis der Prozess beendet ist, bearbeite dann die Datei und starte erst danach neu.
Wie