Arma Reforger Server von Grund auf konfigurieren
Par Benjamin Dayan · PDG
· Mis à jour le 10. Oktober 2026 · Lecture 6 min
Inhaltsverzeichnis
Die Arma Reforger Server config ist das Herzstück jeder dedizierten Instanz: Sie legt fest, welches Szenario geladen wird, wie viele Spieler gleichzeitig verbinden dürfen und welche Mods aktiv sind. Wer die JSON-Datei einmal verstanden hat, kann Netzwerkparameter, Spielerlimits und Mod-Listen gezielt anpassen, ohne bei jedem Patch neu zu raten. Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt den Aufbau der Konfiguration, von der Grundstruktur bis zu den Feinheiten der Netzwerk-Sektion.
Grundstruktur der Arma Reforger Server config verstehen
Die Konfiguration von Arma Reforger liegt als einzelne JSON-Datei vor, typischerweise config.json genannt, und wird beim Start der Server-Executable mit dem Parameter -config übergeben. Die Datei gliedert sich in wenige Top-Level-Blöcke: Netzwerkadressen, A2S-Abfrage, RCON, den eigentlichen Spielblock game sowie den Block operating für Serververhalten. Wer die Struktur kennt, findet sich auch bei zukünftigen Feldern schnell zurecht, da Bohemia das Schema inkrementell erweitert statt komplett umzubauen.
Eine minimale, funktionsfähige Arma Reforger Server config sieht so aus:
{
"bindAddress": "0.0.0.0",
"bindPort": 2001,
"publicAddress": "",
"publicPort": 2001,
"a2s": {
"address": "0.0.0.0",
"port": 17777
},
"rcon": {
"address": "0.0.0.0",
"port": 19999,
"password": "ÄndereMichDringend!",
"permission": "admin",
"blacklist": [],
"whitelist": []
},
"game": {
"name": "Mein Reforger Server",
"password": "",
"passwordAdmin": "admin123",
"admins": [],
"scenarioId": "{ECC61978EDCC2B5A}Missions/23_Campaign.conf",
"maxPlayers": 64,
"visible": true,
"crossPlatform": true,
"supportedPlatforms": ["PLATFORM_PC", "PLATFORM_XBL"],
"gameProperties": {
"serverMaxViewDistance": 2500,
"serverMinGrassDistance": 50,
"networkViewDistance": 1000,
"disableThirdPerson": false,
"fastValidation": true,
"battlEye": true
},
"mods": []
},
"operating": {
"lobbyPlayerSynchronise": true,
"playerSaveTime": 120,
"aiLimit": -1,
"slotReservationTimeout": 60
}
}
Jede Zeile hat eine konkrete Funktion: bindAddress und bindPort steuern, auf welcher Netzwerkschnittstelle der Prozess lauscht, während publicAddress und publicPort dem Server-Browser mitteilen, unter welcher Adresse die Instanz von außen erreichbar ist. Bleibt publicAddress leer, versucht der Server die öffentliche IP automatisch zu ermitteln, was in NAT-Umgebungen gelegentlich fehlschlägt.
Wer sich die manuelle Pflege dieser Datei sparen möchte, kann einen vorkonfigurierten Arma Reforger Server mieten und direkt im Panel an der JSON-Konfiguration weiterarbeiten, statt die Grundstruktur selbst aufzusetzen.
Szenario und Spielerlimit in der JSON-Konfig festlegen
Der Block game bestimmt, welches Szenario beim Start geladen wird. Das Feld scenarioId erwartet eine eindeutige ID in geschweiften Klammern, gefolgt vom relativen Pfad zur Missionsdatei. Offizielle Szenarien liegen unter Missions/, Workshop-Szenarien verwenden stattdessen die ID des jeweiligen Mod-Pakets.
Gängige offizielle Szenario-IDs
| Szenario | scenarioId |
|---|---|
| Conflict - Everon | {ECC61978EDCC2B5A}Missions/23_Campaign.conf |
| Combat Ops - Everon | {59AD59368755F41A}Missions/23_Campaign_CombatOps.conf |
| Game Master - Everon | {59AD59368755F41A}Missions/23_Campaign_GM.conf |
Das Spielerlimit wird über maxPlayers gesetzt. Ein Wert zwischen 32 und 64 ist für die meisten Conflict-Sessions ein realistischer Rahmen, höhere Werte erhöhen die Anforderungen an CPU-Takt und Netzwerkdurchsatz spürbar, da Arma Reforger pro Spieler kontinuierlich Positions- und Zustandsdaten synchronisiert. Mit visible steuerst du, ob der Eintrag im öffentlichen Server-Browser erscheint, und crossPlatform entscheidet, ob PC- und Konsolenspieler gemeinsam spielen dürfen. Das Feld supportedPlatforms listet die erlaubten Plattformen explizit auf und sollte zu crossPlatform passen, sonst meldet der Server beim Start einen Konfigurationsfehler.
Admin-Rechte vergibst du über das Array admins, in das die Plattform-IDs der jeweiligen Spieler eingetragen werden. Das passwordAdmin-Feld erlaubt zusätzlich einen temporären Admin-Login über die Konsole, unabhängig von der festen Admin-Liste – praktisch bei kurzfristigen Moderationsaufgaben während eines laufenden Events.
Mods über die Mods-Liste der Arma Reforger Server config einbinden
Mods werden im Unterfeld mods innerhalb von game als Array von Objekten eingetragen. Jedes Objekt besteht mindestens aus modId, optional ergänzt um name und version. Die ID findest du auf der Workshop-Seite des Mods in der URL beziehungsweise über den „Copy ID"-Button im Reforger-Workbench.
"mods": [
{
"modId": "5DB0BE43347EF6B8",
"name": "Community Framework",
"version": "1.2.0"
},
{
"modId": "6180E3C4F4529A3A",
"name": "Additional Uniforms",
"version": ""
}
]
Lässt du version leer, lädt der Server automatisch die aktuell veröffentlichte Version nach – praktisch für Community-Mods mit häufigen Updates, aber riskant bei Overhaul-Mods, die auf eine stabile Basis angewiesen sind. Für produktive Umgebungen empfiehlt sich, die Version zu pinnen und Updates bewusst über einen geplanten Wartungsslot einzuspielen, statt sie mitten in einer laufenden Kampagne zu riskieren.
Der Server lädt die hinterlegten Mods beim Start automatisch über die Workshop-Infrastruktur herunter, sofern Internetzugriff besteht. Bei größeren Modpacks verlängert sich dadurch die Startzeit spürbar, was bei automatisierten Neustarts oder Crash-Recovery-Skripten eingeplant werden sollte. Es lohnt sich, nach jeder Änderung an der Mod-Liste die Konsolenausgabe zu prüfen, da fehlerhafte oder nicht mehr verfügbare modId-Einträge den Startvorgang abbrechen können.
Eine Übersicht aller Titel, die sich über dieselbe Panel-Logik verwalten lassen, findest du unter Alle unsere Gameserver.
Netzwerkparameter und Performance-Tuning in der Arma Reforger Server config
Die Netzwerk-Sektion entscheidet maßgeblich über Latenz und Stabilität. Der a2s-Block stellt die Steam-/Server-Browser-Abfrage bereit und sollte auf einem separaten Port laufen als bindPort, damit Abfragen den eigentlichen Spielverkehr nicht beeinflussen. Der rcon-Block öffnet eine Remote-Konsole zur Fernsteuerung – hier gilt besondere Vorsicht:
- Ein langes, zufälliges
passwordverwenden, niemals Standardwerte belassen. - Die
whitelistauf bekannte Admin-IPs beschränken, statt den Port offen für alle zu lassen. - Den RCON-Port niemals mit dem Spiel-Port identisch setzen.
Innerhalb von gameProperties wirken sich vor allem serverMaxViewDistance und networkViewDistance auf die Serverlast aus. Eine hohe Sichtweite erhöht die Anzahl der Objekte, die pro Tick an jeden Client gesendet werden müssen – bei vollen 64-Spieler-Lobbys ein realer Faktor für CPU-Auslastung und Paketaufkommen. Wer spürbare Ruckler oder Rubberbanding beobachtet, sollte zuerst networkViewDistance moderat senken, bevor an der Spieleranzahl geschraubt wird.
Praxisnahe Einstellungen je nach Nutzung
| Nutzung | serverMaxViewDistance | networkViewDistance |
|---|---|---|
| Kleine Koop-Gruppe (bis 16) | 3000–4000 | 1500 |
| Community-Server (32–64) | 2000–2500 | 800–1000 |
| Großevent / Milsim (64+) | 1500–2000 | 600–800 |
Nach jeder Änderung an der Arma Reforger Server config muss der Serverprozess neu gestartet werden, damit die Werte greifen – ein einfaches Neuladen reicht bei dieser JSON-Struktur nicht aus. In einem Pterodactyl-Panel genügt dafür ein Klick auf Neustart in der Konsole, inklusive automatischer Protokollausgabe zur Fehlerkontrolle. Vor größeren Eingriffen empfiehlt sich grundsätzlich eine Sicherung der aktuellen config.json, etwa per cp config.json config.json.bak, damit ein fehlerhafter Syntaxfehler nicht den gesamten Start blockiert.
Wer die Konfiguration lieber auf eigener Infrastruktur verwaltet, kann dafür einen Pterodactyl VPS oder einen klassischen Linux VPS nutzen und die JSON-Datei direkt per SSH bearbeiten:
ssh benutzer@server-ip
cd /pfad/zu/reforger
nano config.json
systemctl restart reforger
Weitere Tutorials rund um Konfigurationsdateien, Mods und Serververwaltung finden sich im Fly-Serv Blog.
Eine sauber strukturierte Arma Reforger Server config spart im laufenden Betrieb viel Fehlersuche: Szenario, Spielerlimit, Mods und Netzwerkwerte greifen ineinander und sollten nach jeder Anpassung einzeln getestet werden. Wer die JSON-Struktur einmal verinnerlicht hat, kann künftige Patches und neue Felder schneller einordnen, ohne die gesamte Datei neu aufzubauen.
FAQ
Warum startet der Server nach einer Änderung an der config.json nicht mehr?Meist liegt ein Syntaxfehler in der JSON-Datei vor, etwa ein fehlendes Komma oder eine falsch gesetzte Klammer. Die Konsolenausgabe beim Start zeigt in der Regel die betroffene Zeile an. Ein JSON-Validator oder die zuvor gesicherte config.json.bak helfen, den Fehler schnell einzugrenzen.
Die modId steht in der URL der jeweiligen Workshop-Seite oder lässt sich im Reforger-Workbench über die Mod-Verwaltung direkt kopieren. Sie wird als reiner Hex-Wert ohne Klammern in das Feld modId eingetragen.
Zusätzlich zum Spiel-Port aus bindPort muss der im a2s-Block definierte Port, standardmäßig 17777, in der Firewall freigegeben werden, damit der Server im Server-Browser gefunden wird.
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