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Project Zomboid Server konfigurieren : la configuration pas à pas

Par Benjamin Dayan · PDG

· Mis à jour le 21. Oktober 2026 · Lecture 5 min

Inhaltsverzeichnis

Die Project Zomboid Server Konfiguration entscheidet darüber, ob dein Survival-Server stabil läuft, genug Arbeitsspeicher für Mods hat und von Spielern überhaupt erreicht werden kann. Wer die Konfigurationsdateien und Startparameter einmal richtig versteht, spart sich stundenlanges Debugging bei Abstürzen und Verbindungsfehlern. Dieser Guide geht Schritt für Schritt durch Speicherzuweisung, Sandbox-Werte, Mods und Portfreigabe.



Project Zomboid Server Konfiguration: Grundlegende Dateien im Überblick

Bevor du irgendetwas änderst, solltest du wissen, welche Datei wofür zuständig ist. Die Project Zomboid Server Konfiguration verteilt sich im Kern auf drei Dateien, die im Ordner Zomboid/Server/ liegen:

  • servertest.ini (oder der Name, den du beim ersten Start vergeben hast) – allgemeine Serverparameter: Ports, RCON, Mods, Spieleranzahl.
  • servertest_SandboxVars.lua – Spielregeln: Zombiedichte, Lootmenge, Tagesdauer, Wetter.
  • servertest_spawnregions.lua – Spawnpunkte der Spielkarten, relevant bei Mehrkartensetups.

Diese Dateien werden erst erzeugt, wenn der Server einmal gestartet wurde und sauber durchgelaufen ist. Danach kannst du sie im laufenden Betrieb anpassen, musst den Server aber für die meisten Änderungen neu starten, damit sie greifen.

Wenn du die komplette Einrichtung nicht selbst von Grund auf aufbauen willst, findest du eine vorbereitete Umgebung samt Panel-Zugriff auf der Seite Project Zomboid Server mieten, inklusive Dateimanager für genau diese Konfigurationsdateien.

Zugriff auf die Dateien

Über ein Pterodactyl-Panel öffnest du die Dateien direkt im Browser-Editor. Lokal oder auf einem eigenen VPS greifst du per SSH oder SFTP zu:

ssh benutzer@deine-server-ip
cd ~/Zomboid/Server
nano servertest.ini


Startparameter und Speicherzuweisung richtig einstellen

Project Zomboid läuft auf einer Java-Engine, die Speicherzuweisung ist deshalb der häufigste Grund für Abstürze bei vielen Mods oder hoher Spielerzahl. Die Startparameter werden entweder direkt im Startskript (StartServer64.sh unter Linux, StartServer64.bat unter Windows) oder in der Datei ProjectZomboid64.json gesetzt.

Arbeitsspeicher mit -Xmx und -Xms

Als Faustregel gilt: etwa 2 bis 4 GB Grundlast für den Server selbst, plus zusätzlichen Speicher pro aktivem Spieler und pro installiertem Mod. Ein Beispiel für ein Startskript mit angepasster Speicherzuweisung:

#!/bin/bash
./jre64/bin/java \
  -Xmx8g -Xms4g \
  -Djava.awt.headless=true \
  -cp "java/." \
  -XX:+UseZGC \
  zombie.network.GameServer \
  -servername Fallenwelt \
  -cachedir="/home/steam/Zomboid"

Wichtig: -Xmx legt das Maximum fest, -Xms den Startwert. Setze beide nicht höher, als physisch verfügbarer RAM auf der Maschine vorhanden ist – sonst swappt das System und die Tickrate bricht ein, statt dass der Server abstürzt.

Weitere nützliche Startparameter

ParameterFunktion
-servernameName der Konfigurationsdateien (Präfix)
-adminpasswordAdmin-Passwort beim allerersten Start
-cachedirPfad zum Konfigurations- und Speicherordner
-steamvacSteam-VAC-Schutz aktivieren/deaktivieren

Nach jeder Änderung an den Startparametern muss der Prozess komplett neu gestartet werden, ein reines Reload reicht hier nicht aus.



Mods und Sandbox-Einstellungen in der Konfigurationsdatei

Die Sandbox-Einstellungen bestimmen das eigentliche Spielerlebnis: Zombiedichte, Lootmenge, Tageslänge, Wetterintensität. Sie stehen in der Datei servertest_SandboxVars.lua und werden beim nächsten Serverstart eingelesen.

SandboxVars = {
    Zombies = 3,            -- 1 Niedrig, 2 Normal, 3 Hoch, 4 Sehr hoch
    Distribution = 1,       -- Zombieverteilung auf der Karte
    DayLength = 3,          -- Tageslänge in Spielstunden
    StartYear = 1,
    StartMonth = 7,
    StartDay = 9,
    StartTime = 2,
    WaterShutModifier = 14,
    ElecShutModifier = 14,
    FoodLoot = 2,
    WeaponLoot = 3,
    PlayerSafehouse = true,
    FastForwardMultiplier = 40.0,
}

Für die Modverwaltung ist dagegen die servertest.ini zuständig. Dort werden Workshop-IDs und Modnamen getrennt durch Semikolon eingetragen:

Mods=ModID1;ModID2;ModID3
WorkshopItems=2470548868;2515892238;2588855422

Achte darauf, dass die Reihenfolge der Mod-IDs mit möglichen Abhängigkeiten übereinstimmt – lädt ein Mod eine Bibliothek voraus, muss diese Bibliothek in der Liste zuerst stehen. Fehlerhafte Reihenfolgen sind die häufigste Ursache für Abstürze direkt beim Serverstart nach einer Mod-Installation.

Mods testen, bevor Spieler online sind

Starte den Server nach jeder Mod-Änderung einmal allein und beobachte die Konsole. Bei Pterodactyl siehst du Fehler live im Konsolenfenster, bei einer manuellen Installation über SSH direkt im Terminal. Erst wenn der Server stabil ohne Fehlermeldungen durchläuft, sollte die Whitelist geöffnet werden.

Eine Übersicht weiterer unterstützter Survival- und Multiplayer-Titel findest du unter Alle unsere Gameserver, falls du neben Project Zomboid noch andere Spielwelten betreibst.



Portfreigabe, Firewall und sichere RCON-Konfiguration

Ist die Project Zomboid Server Konfiguration inhaltlich fertig, folgt die Netzwerkseite. Standardmäßig nutzt Project Zomboid den UDP-Port 16261 für die Spielverbindung sowie einen separaten Port für RCON (Standard 27015, TCP). Beide Werte stehen in der servertest.ini:

DefaultPort=16261
RCONPort=27015
RCONPassword=EinWirklichStarkesPasswort
UPnP=false

Läuft der Server auf einem eigenen Linux-System oder VPS, musst du die Ports zusätzlich in der Firewall freigeben:

sudo ufw allow 16261/udp
sudo ufw allow 27015/tcp
sudo ufw status

Bei einem Heimnetzwerk kommt noch die Portweiterleitung im Router hinzu – dort muss derselbe Port intern auf die IP-Adresse der Maschine weitergeleitet werden, auf der der Server läuft. Bei Hosting über ein Panel entfällt dieser Schritt in der Regel, da die Ports serverseitig bereits offen sind.

RCON absichern

RCON erlaubt vollen administrativen Zugriff auf den Server und ist ein beliebtes Angriffsziel. Grundregeln:

  • Ein langes, zufälliges RCON-Passwort verwenden, niemals das Admin-Passwort wiederverwenden.
  • RCON-Port nicht öffentlich kommunizieren, auch nicht im Discord der Community.
  • Bei Eigenbetrieb auf einem VPS zusätzlich fail2ban für wiederholte Fehlversuche einsetzen.
sudo apt install fail2ban
sudo systemctl enable --now fail2ban

Wer den Server auf einem eigenen Linux VPS betreibt, sollte zusätzlich SSH-Zugänge über Schlüssel statt Passwort absichern und regelmäßige Sauvegardes der Konfigurationsordner einplanen, da ein beschädigtes Save bei Project Zomboid nicht automatisch repariert wird.

Checkliste vor dem Livegang

  1. Speicherzuweisung an verfügbaren RAM und Spielerzahl angepasst
  2. Sandbox-Werte final abgestimmt und getestet
  3. Mod-Reihenfolge geprüft, Server läuft fehlerfrei durch
  4. Ports in Firewall und gegebenenfalls Router freigegeben
  5. RCON-Passwort gesetzt und nicht identisch mit Admin-Passwort
  6. Erste automatische Sicherung angelegt


Eine saubere Project Zomboid Server Konfiguration ist kein einmaliger Vorgang, sondern wird mit jedem neuen Mod und jeder Regeländerung erneut überprüft. Wer Speicher, Sandbox-Werte und Netzwerkfreigaben sauber trennt, vermeidet die meisten Abstürze und Verbindungsprobleme von Anfang an. Weitere technische Anleitungen findest du im Fly-Serv Blog.



FAQ

Warum startet der Server nach einer Mod-Installation nicht mehr?

Meist liegt es an der Reihenfolge der Mod-IDs in der servertest.ini. Abhängigkeiten müssen vor dem Mod stehen, der sie benötigt. Prüfe die Konsolenausgabe beim Start, dort wird die fehlende oder falsch sortierte ID meist direkt genannt.

Wie viel Arbeitsspeicher sollte ich für -Xmx einplanen?

Als Grundlage reichen 4 GB für wenige Spieler ohne Mods. Mit mehreren Mods und mehr als 8 Spielern sind 8 bis 12 GB realistischer. Setze -Xmx nie höher als den physisch verfügbaren RAM, da sonst die Performance durch Swapping einbricht.

Welcher Port muss für Project Zomboid freigegeben werden?

Standardmäßig UDP-Port 16261 für die Spielverbindung und TCP-Port 27015 für RCON. Beide Werte lassen sich in der servertest.ini anpassen und müssen dann entsprechend in Firewall und Router geöffnet werden.

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