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V Rising Server für Freunde richtig konfigurieren

Par Benjamin Dayan · PDG

· Mis à jour le 12. Oktober 2026 · Lecture 5 min

Inhaltsverzeichnis

V Rising Serversettings entscheiden darüber, ob eine kleine private Gruppe entspannt zusammen spielt oder sich ständig mit unpassenden Werten herumärgert. Wer die ServerGameSettings.json und die ServerHostSettings.json gezielt anpasst, kann Clangröße, Loot-Raten, den PvE-Modus und den Blutpool exakt auf wenige Spieler zuschneiden. Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, welche Parameter wirklich zählen und wie man sie sicher ändert.



Grundlagen der V Rising Serversettings: ServerHostSettings.json und ServerGameSettings.json

Bevor man einzelne Werte anpasst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Dateistruktur. V Rising nutzt zwei zentrale Konfigurationsdateien im Ordner VRisingServer_Data/StreamingAssets/Settings/:

  • ServerHostSettings.json – steuert Zugangsdaten, Portfreigaben, Passwort, Sichtbarkeit und grundlegende Netzwerkparameter.
  • ServerGameSettings.json – steuert die eigentliche Spielmechanik: Clangröße, Loot-Raten, PvE/PvP, Blutpool, Tageszeit, Bauregeln.

Für eine kleine private Gruppe – etwa 2 bis 6 Spieler, die regelmäßig zusammen spielen – lohnt es sich, beide Dateien bewusst von den Standardwerten abzuweichen, statt die Voreinstellungen für große Communities zu übernehmen. Die Standardwerte sind auf anonyme Öffentlichkeit ausgelegt, nicht auf eine feste Freundesgruppe.

cd VRisingServer_Data/StreamingAssets/Settings/
nano ServerGameSettings.json
nano ServerHostSettings.json

Nach jeder Änderung muss der Prozess neu gestartet werden, damit die Werte greifen. Im Pterodactyl VPS genügt dafür ein Klick auf „Neustart“ in der Konsole, bei einer manuellen Installation reicht ein klassischer Prozess-Restart über die Shell.

Wer sich den ganzen Konfigurationsaufwand sparen und stattdessen direkt mit vorinstallierten Dateien starten möchte, findet die nötige Infrastruktur unter V Rising Server mieten – von dort aus lassen sich die hier beschriebenen Werte genauso anpassen.



Clangröße und Spielerzahl richtig konfigurieren

Der wichtigste Wert für eine private Runde ist ClanSize. Er legt fest, wie viele Spieler sich zu einem Clan zusammenschließen dürfen und gemeinsam auf Schloss, Lager und Vorräte zugreifen können. Standardmäßig steht der Wert oft auf 4, was für eine Gruppe von 6 Freunden, die alles gemeinsam teilen will, zu niedrig ist.

{
  "ClanSize": 6,
  "MaxUserCount": 10,
  "ServerName": "Private Clan Runde"
}

Relevante Felder im Überblick

FeldDateiEmpfehlung private Gruppe
ClanSizeServerGameSettings.jsonAnzahl der Mitspieler, z. B. 4–6
MaxUserCountServerHostSettings.jsonEtwas höher als ClanSize ansetzen
PasswordServerHostSettings.jsonStarkes Passwort setzen
ListOnMasterServerServerHostSettings.jsonfalse, wenn kein öffentlicher Zugriff gewünscht ist

Ein häufiger Fehler: MaxUserCount wird identisch mit ClanSize gesetzt. Das führt dazu, dass niemand mehr als Gast oder Zweitcharakter beitreten kann, sobald der Clan voll ist. Für eine kleine Runde empfiehlt sich ein kleiner Puffer von 2–4 zusätzlichen Slots, damit Testzugänge oder neue Mitspieler nicht sofort ausgeschlossen werden.

Zusätzlich sollte Password in der ServerHostSettings.json gesetzt und ListOnMasterServer auf false gestellt werden, wenn der Server ausschließlich für die eigene Gruppe sichtbar sein soll. Das verhindert, dass fremde Spieler den Server in der öffentlichen Liste finden und versuchen, beizutreten.



Loot-Raten, Ressourcen und Blutpool für kleine Gruppen anpassen

Mit wenigen Spielern verändert sich die Balance spürbar: Es gibt weniger Hände, die gleichzeitig farmen, craften und Bosse angreifen. Deshalb lohnt es sich, die Multiplikatoren in der ServerGameSettings.json gezielt anzuheben, statt die Standardwerte für große Server zu übernehmen.

Wichtige Multiplikatoren

{
  "DropTableModifier_General": 1.5,
  "ResourcesModifier_Global": 1.25,
  "MaterialYieldModifier_Global": 1.5,
  "JournalVBloodSourceUnitMaxCount": 2
}
  • DropTableModifier_General erhöht die generelle Drop-Chance von Gegenständen.
  • ResourcesModifier_Global steuert die Menge an Rohstoffen beim Abbau.
  • MaterialYieldModifier_Global beeinflusst, wie viel Material pro Knotenpunkt gewonnen wird.

Für eine kleine, entspannte Runde sind Werte zwischen 1,25 und 2,0 ein guter Startpunkt. Wer eine härtere Survival-Erfahrung möchte, bleibt näher an 1,0; wer schneller zu den Endgame-Inhalten vorstoßen will, geht auf 2,0 bis 3,0.

Blutpool und BloodDrain-Werte

Der Blutpool ist eines der zentralen Mechaniken von V Rising: Er bestimmt, wie lange die Spezialfähigkeiten der verschiedenen Blutarten wirken und wie schnell der eigene Vorrat sinkt. Für kleine Gruppen, die weniger Zeit zum Jagen von hochwertigen Blutquellen haben, kann es sinnvoll sein, den Verbrauch zu senken.

{
  "BloodDrainModifier": 0.75,
  "StarterBloodType": "Worker",
  "BloodQualityDropModifier": 1.0
}

Ein BloodDrainModifier unter 1,0 verlangsamt den Verfall der Blutqualität, was für eine kleine Gruppe ohne viel Zeit zum Blutjagen angenehmer ist. Wer den vollen Survival-Druck beibehalten möchte, lässt den Wert auf 1,0 stehen.

Für den Überblick über offizielle Parameter und deren exakte Bezeichnung lohnt sich ein Blick in die offizielle Dokumentation: Source.



PvE-Modus aktivieren und Balancing für private Runden

Viele private Gruppen wollen gemeinsam gegen die Spielwelt antreten, ohne dass sich Mitspieler gegenseitig angreifen können. Dafür gibt es in der ServerGameSettings.json den Schalter GameModeType.

{
  "GameModeType": "PvE",
  "CanUseRelicsInPVE": true,
  "PvEDamageTakenModifier": 0.8
}

PvE vs. PvP in kleinen Gruppen

Im PvE-Modus bleiben Schlösser, Vorräte und Spielerfiguren untereinander unangreifbar, Bosskämpfe und Umgebungsgefahren bleiben aber bestehen. Das ist für Gruppen, die sich auf das Erkunden und Crafting konzentrieren wollen, meist die passendere Wahl als reiner PvP-Modus.

  • PvE: kein Clan-gegen-Clan-Kampf, Fokus auf Fortschritt und Kooperation.
  • PvP: Schlösser und Charaktere können angegriffen werden, mehr Risiko, mehr Anspannung.

Zusätzlich lässt sich über PvEDamageTakenModifier die Schwierigkeit gegen Monster und Bosse feinjustieren, unabhängig vom PvP-Status. Ein Wert unter 1,0 reduziert erlittenen Schaden und macht Bosskämpfe für kleine, eingespielte Gruppen etwas verzeihlicher.

Sicherung der Einstellungen

Nach jeder Anpassung der ServerGameSettings.json oder ServerHostSettings.json empfiehlt sich eine Sicherung der Dateien, bevor Patches oder Updates eingespielt werden. Ein regelmäßiges Backup über den genutzten Panel oder per manuellem Kopieren der Konfigurationsordner verhindert, dass mühsam austarierte Werte nach einem Update verloren gehen.

cp ServerGameSettings.json ServerGameSettings.json.bak
cp ServerHostSettings.json ServerHostSettings.json.bak

Wer seine Konfiguration über ein Panel verwaltet, findet dort meist eine Dateiverwaltung mit direkter Bearbeitungsmöglichkeit, siehe dazu auch die Dokumentation von Source. Weitere Spiele mit ähnlichem Konfigurationsaufwand lassen sich über Alle unsere Gameserver einsehen.



Die richtige Kombination aus Clangröße, Loot-Raten, PvE-Modus und Blutpool macht aus einer Standardkonfiguration eine Runde, die genau zur eigenen Gruppe passt. Wer diese Werte schrittweise testet und dokumentiert, findet schnell die passende Balance zwischen Herausforderung und entspanntem Spielen.



FAQ

Wo liegen die ServerGameSettings.json und ServerHostSettings.json genau?

Beide Dateien befinden sich im Ordner VRisingServer_Data/StreamingAssets/Settings/ innerhalb des Installationsverzeichnisses. Nach dem Bearbeiten muss der Prozess neu gestartet werden, damit die Änderungen übernommen werden.

Welcher Wert sollte zuerst angepasst werden, wenn die Runde zu schwer ist?

Zuerst lohnt sich ein Blick auf PvEDamageTakenModifier und die Drop- beziehungsweise Ressourcen-Multiplikatoren. Diese beiden Stellschrauben verändern die Schwierigkeit spürbar, ohne die Grundmechaniken des Spiels zu verändern.

Kann die ClanSize nachträglich geändert werden, ohne die Welt zu beschädigen?

Ja, der Wert kann jederzeit angepasst werden. Bereits bestehende Clans behalten ihre aktuelle Mitgliederzahl, neue Beitritte richten sich nach dem neu gesetzten Limit.

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